Stell dir vor, du stehst allein mitten im Wald.
Keine Karte, kein Handyempfang, kein Pfad.
Nur Bäume, in alle Richtungen.
Du kämpfst dich durchs Dickicht,
verlierst die Richtung, suchst neu.
Drehst um, versuchst es anders.
Und jedes Mal hoffst du:
Diesmal finde ich den Ausgang.
So fühlt es sich gerade für mich an.
Ich baue meine Selbständigkeit auf.
Nicht zum ersten Mal.
Doch diesmal ist alles anders.
Ich erfinde etwas Neues:
Einen Beruf, den es so noch nicht gibt.
Und das macht mich unruhig.
Ich möchte wissen, wohin es geht,
wie mein Angebot aussieht,
wer meine Kundschaft ist.
Ich wünsche mir Klarheit,
am liebsten schon gestern.
Ich möchte heute meine ersten Produkte verkaufen.
Und morgen eine Warteliste benötigen,
weil die Nachfrage so gross ist.
Die Realität?
Sie ist langsamer, ungewiss und voller Fragezeichen.
Wie findet man einen Weg, den es noch nicht gibt?
Ganz ehrlich: Ich bins noch am Herausfinden.
Vielleicht weisst du es?
Soviel ist mir inzwischen klar:
Diesen Weg findet man nicht durchs Rennen.
Nicht durchs Suchen, Vergleichen oder Nacheifern.
Das Einzige, was mir gerade wirklich hilft ist,
Ruhe zu bewahren.
Ich habe viele kreative und intuitive Werkzeuge.
Oft zeigen sie mir Wege, bringen Lösungen.
Doch gerade jetzt tragen sie mich nur im Schneckentempo vorwärts.
Und das macht mich zappelig.
Aber vielleicht geht es genau darum:
Das langsame Gehen auszustehen.
Weil es nicht ums Ziel geht,
sondern um die Erfahrung.
Nicht darum, den Wald zu bekämpfen,
sondern ihn bewusst zu durchschreiten.
Und während ich mich in Bewegung setze, merke ich:
Der Weg entsteht erst, wenn ich ihn gehe.
Vielleicht nicht schnell. Aber stetig.
Und du?
Kennst du das Gefühl, dich in deinem eigenen Wald zu verlieren?

